„Kachelmues“: ein Bauerngericht aus dem Villé-Tal

Im Tal gibt es einige Rezepte, die sich über Jahrhunderte bewährt haben. Das Rezept, das ich heute mit Ihnen teile, ist ein echtes, altmodisches Gericht – einfach und nahrhaft.
Man sagt, es stamme aus dem Mittelalter: Bauern hätten es wahrscheinlich mit Brot serviert und dafür das verwendet, was sie gerade zur Hand hatten: frische Eier aus dem Hühnerstall, Sahne vom Bauernhof und Zwiebeln aus dem Garten.

Ein wohltuendes Rezept

Auch heute noch ist dieses schnelle und einfache Rezept aufgrund seiner Schlichtheit beliebt. Das Geheimnis liegt darin, die Zwiebeln langsam zu garen, bis sie weich und leicht süßlich sind.

Für 4 Personen:

  • 1 kg geschälte und geschnittene Zwiebeln
  • 100 g Butter
  • 1 Esslöffel Mehl
  • 10 Tassen Milch
  • 15 bis 20 cl dicke, frische Sahne
  • 8 hartgekochte Eier (2 pro Person)
  • Salz und Pfeffer
  • Optional: eine gehackte Knoblauchzehe und einige Speckwürfel für eine modernere Variante

Vorbereitung

Die Zwiebeln in einem gusseisernen Schmortopf in der Butter sanft andünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann abdecken und bei schwacher Hitze etwa fünfzehn Minuten köcheln lassen.

Fügen Sie gegebenenfalls etwas Wasser hinzu, damit sie nicht zusammenkleben.


Als Nächstes das Mehl einstreuen, gut vermischen und dann die kalte Milch dazugeben.

Kochen Sie die Masse weitere 10 bis 15 Minuten bei schwacher Hitze, bis sie eine glatte Konsistenz hat.


Die Crème fraîche esslöffelweise unterrühren und gut vermischen, bis die Sauce die gewünschte Konsistenz hat.


Zum Schluss die in dicke Scheiben geschnittenen hartgekochten Eier dazugeben und in der Mischung leicht erwärmen lassen.

Servieren Sie dieses herzhafte Gericht mit Ofenkartoffeln oder schönen Scheiben Landbrot.

Ein Rezept voller Geschichte und Geschmack, ganz in der Tradition der bäuerlichen Küche.