Die ACJCA – Jardins Vivants (Vereinigung der Freunde des Kompostierens und Gärtnerns im Mittelelsass) ist seit über fünfzehn Jahren ein engagierter Akteur in der Region und entwickelt einen Ansatz für das Gärtnern, der die Natur respektiert und auf Weitergabe, Teilen und Geselligkeit basiert.
Eine Geschichte, die im Bereich der grünen Abfallwirtschaft verwurzelt ist
Der Verein entstand 2004 in Partnerschaft mit dem SMICTOM Mittelelsass. Damals lag das Hauptziel in der Reduzierung von Grünabfällen und der Förderung der Heimkompostierung.
Im Laufe der Jahre hat sich der Ansatz weiterentwickelt. Aus der anfänglichen Aufgabe, das Bewusstsein für Kompostierung zu schärfen, hat der Verband sein Spektrum auf alle naturnahen Gartenpraktiken ausgeweitet. Im Dezember 2009 markierte die Initiative „Lebende Gärten“ einen wichtigen Schritt in dieser Entwicklung.
Heute wird die Partnerschaft mit SMICTOM in einem strukturierten und komplementären Rahmen fortgesetzt, der es dem Verein ermöglicht, Schulungs-, Animations- und Beratungsaktivitäten im gesamten Mittelelsass durchzuführen.
Eine klare Mission: anders gärtnern
Die ACJCA fördert das Gärtnern auf der Grundlage mehrerer grundlegender Prinzipien:
- Kenntnisse über Boden, Klima und lokale Gegebenheiten
- Erhaltung der Wasserressourcen
- Die Entwicklung der pflanzlichen und tierischen Biodiversität
- Das Verbot von Pestiziden
- Die Verwertung von organischen Abfällen
Ziel ist es, Praktiken zu fördern, die für alle zugänglich sind und es den Menschen ermöglichen, „mit dem auszukommen, was sie zur Hand haben“ und ihren Garten an die Gegebenheiten des jeweiligen Gebiets anzupassen.
Der Verein hat mittlerweile 161 Mitglieder, darunter 54 aktive Freiwillige, die sich an der Organisation von Veranstaltungen, dem Betrieb von Ständen und der Weitergabe von Fachwissen beteiligen.
Im April 2024 wurde der Vorstand von neun auf fünfzehn Mitglieder erweitert, um mehr lokale Vertreter und Koordinatoren der verschiedenen „Living Gardens“-Bereiche einzubeziehen. Diese Entwicklung spiegelt die Strukturierung und den fortschreitenden Aufbau des Vereins wider.
Das Netzwerk der Naturgartenführer
Einer der Schwerpunkte der ACJCA ist das 2012 ins Leben gerufene Ausbildungsprogramm „Natural Garden Guide“.
Im Laufe von elf Modulen durchlaufen angehende Gärtner die Jahreszeiten und lernen dabei sowohl den Unterricht als auch die praktische Gartenarbeit kennen. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern entdecken sie die vielfältigen Möglichkeiten der Gartengestaltung – von der Theorie zur Praxis.
Am Ende des Kurses sind die Teilnehmer in der Lage, diese Prinzipien in ihrem eigenen Garten anzuwenden und andere Anwohner zu beraten.
Nachdem die Modalitäten für die Session 2026/2027 nun bestätigt wurden, wird die Anmeldung in den kommenden Tagen auf der Website von ACJCA Jardins Vivants möglich sein.
Nach Abschluss des fünfzehnten Jahrgangs kann der Verband stolz darauf sein, über 300 Naturgartenführer im Mittelelsass ausgebildet zu haben. Die auf zwanzig Teilnehmer begrenzten Kurse sind regelmäßig ausgebucht.
Ein starkes Engagement im Villé-Tal
Obwohl der Verein in fast 90 Gemeinden im Mittelelsass aktiv ist, stammt mehr als die Hälfte seiner Freiwilligen aus dem Villé-Tal. Ein Viertel von ihnen ist ursprünglich von dort, die anderen haben sich dort niedergelassen.
Die Kerngruppe besteht aus engagierten Rentnern, doch die Dynamik entwickelt sich mit dem Beitritt jüngerer Freiwilliger stetig weiter. Mentoring und soziale Medien tragen mittlerweile zur Erneuerung der Mitgliedschaft bei.
Die Treffen finden hauptsächlich im Tal statt, entweder im Haus des Präsidenten oder in Gemeindehäusern, je nach Teilnehmerzahl.
Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm, das für die Öffentlichkeit zugänglich ist
Die ACJCA bietet jedes Jahr mehr als zwanzig Veranstaltungen an: Gartenbesichtigungen, Konferenzen, praktische Workshops, Schulungen und Stände bei lokalen Veranstaltungen.
Zu den bevorstehenden Höhepunkten gehören:
- Workshops zum Beschneiden und Säen
- Präsenz beim Graft Exchange in Partnerschaft mit den Baumpflegern unseres Tals
- Pflanzentausch
- Workshops zu Biodiversität und Permakultur
- Entdeckungsausflüge, insbesondere nach Aubure oder ins Ried
- Teilnahme am Bassemberger Frühlingsfest
- Abende, die den Wildpflanzen im Villé-Tal gewidmet sind
Außerdem wird eine Großveranstaltung organisiert:
Das Living Gardens Festival findet am 10. Mai 2026 in Thanvillé (Lilaveronica-Gelände) statt.
An diesem Tag erwarten Sie vierzehn Stände zu vielfältigen Themen: von der Saat bis zur Tomate, Wassermanagement im Garten, Wildpflanzen, Nützlinge, Kochen, Naturspiele, Workshops und Aktivitäten. Neben den Partnern der ersten Ausgabe werden in diesem Jahr auch einige neue Partnervereine dabei sein.
Der Eintritt ist frei, kleine Erfrischungen werden vor Ort angeboten.
Konkrete Maßnahmen für das Gebiet
Über die Veranstaltungen hinaus entwickelt der Verein praktische Initiativen:
- Die Einführung eines gemeinsamen Schredderdienstes zur direkten Wiederverwertung von Grünabfällen in den Haushalten
- Der Verkauf von Igelunterkünften, Nistkästen, Insektenhotels und anderer Ausrüstung zur Förderung der Biodiversität
Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Autonomie der Gärtner zu stärken und die Menge an Abfällen, die auf Deponien landen, zu begrenzen.
Umwelt- und soziale Auswirkungen
ACJCA beteiligt sich aktiv an:
- Reduzierung von organischen Abfällen
- Der Schutz der biologischen Vielfalt
- Erhaltung der Wasserqualität
- Die Weitergabe von Wissen zwischen den Generationen
- Aufrechterhaltung sozialer Bindungen in ländlichen Gebieten
In einem Kontext, in dem Umweltfragen im Mittelpunkt stehen, bietet der Verein lokale und konkrete Lösungen, die auf die spezifischen Gegebenheiten des Gebiets, insbesondere auf die Eigenschaften der Böden und Obstgärten des Villé-Tals, abgestimmt sind.
Eine Dynamik, die sich fortsetzt
ACJCA ist stets auf der Suche nach Freiwilligen, die bei der Organisation von Veranstaltungen und der Besetzung der Stände helfen, und setzt so seine Entwicklung fort und stärkt schrittweise sein Netzwerk.