1. April: Ursprünge und Traditionen eines Tages, der den Witzen gewidmet ist

Der 1. April ist ein ganz besonderer Tag, der von Streichen und Scherzen geprägt ist. Doch woher stammt diese Tradition, die Jung und Alt gleichermaßen amüsiert?

Ein historischer und kultureller Ursprung

Dieser Brauch lässt sich bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts zurückverfolgen. Damals wurde der erste Tag des Jahres am 1. April gefeiert. 1564 legte König Karl IX. jedoch offiziell den 1. Januar als gemeinsamen Neujahrstag in ganz Frankreich fest. Zwanzig Jahre später dehnte Papst Gregor XIII. diese Praxis auf alle christlichen Länder aus.

Die Information verbreitete sich jedoch nur langsam, und einige Leute feierten weiterhin am 1. April das neue Jahr. Um sich über sie lustig zu machen, begannen ihre Verwandten, ihnen Streiche zu spielen, woraus eine Tradition entstand, die bis heute fortbesteht.

Der 1. April: ein Brauch, der die Zeit überdauert.

Einer der bekanntesten Aprilscherze besteht darin, jemandem heimlich einen Papierfisch auf den Rücken zu kleben. Dieser Brauch hat möglicherweise mehrere Ursprünge.

Im Mittelalter war es Brauch, Seeleuten einen echten Fisch auf den Rücken zu binden, um ihnen Glück auf See zu bringen. Da der 1. April in die Fastenzeit fällt, in der der Verzehr von Fleisch verboten war, wurde Fisch zum Hauptnahrungsmittel. Manche vermuten auch einen Zusammenhang mit dem Sternzeichen Fische.

Andere Theorien besagen, dass der Brauch auf eine Zeit zurückgeht, als Fischern in dieser Periode ein Hering angeboten wurde. Später entwickelte sich dieser Brauch zu einem Streich, bei dem Leuten ein künstlicher Fisch auf den Rücken geklebt wurde.

Der Ausdruck „Aprilscherz“ wird erstmals in einem flämischen Gedicht von Eduard de Dene aus dem Jahr 1561 erwähnt. Darüber hinaus verwendete der Dichter Pierre Michault aus dem 15. Jahrhundert diesen Ausdruck bereits für einen Jungen, der Liebesbriefe seines Herrn überbringen sollte.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam die Tradition der mit Fischmotiven verzierten Postkarten auf, was die Popularität dieses Brauchs noch verstärkte.

Auch heute noch haben Kinder Spaß daran, Papierfische auf die Rücken ihrer Klassenkameraden, Freunde oder Familienmitglieder zu kleben.

Aprilscherztag weltweit

In Frankreich, Belgien, Italien und den französischsprachigen Regionen der Schweiz ist es Brauch, anderen unbemerkt einen Papierfisch auf den Rücken zu kleben und dann „April, April!“ zu rufen.

In Schottland erstrecken sich die Feierlichkeiten zum 1. April über zwei Tage. Der erste Tag, der „Gowkie Day“, ist dem Kuckuck gewidmet, einem Symbol für Albernheit. An diesem Tag werden Streiche gespielt. Am darauffolgenden Tag, dem „Tailie Day“, setzen die Schotten ihre Späße fort, indem sie ihren Opfern Papierschwänze auf den Rücken kleben.

In den Niederlanden ist der Brauch origineller: Manche Leute bewerfen ihre Nachbarn mit Heringen und rufen dabei „Haringgek“ (verrückter Hering), wodurch eine ebenso amüsante wie überraschende Tradition fortgeführt wird.

Fünf Witze, die Sie am 1. April zum Lachen bringen werden

  1. Was passiert, wenn zwei Haie wütend werden? Der Thunfisch steigt auf.
  2. Warum tauchen Taucher immer rückwärts und nie vorwärts? Sonst würden sie ja ins Boot fallen!
  3. Welches ist das leichteste Tier? Die Muschel.
  4. Was sagt ein verängstigter Oktopus? Ich habe Oktopushaar.
  5. Was sagt eine Walmutter zu ihrem Kind, das zu viel Lärm macht? Wal!