Teetänze: eine gesellige und musikalische Tradition

Ein Tanztee ist ein Nachmittagsball, der die Gelegenheit bietet, in geselliger Runde Tee oder andere Heißgetränke zu genießen. Diese Veranstaltung steht allen offen und ist besonders bei Senioren beliebt, die sich freuen, zusammenzukommen, zu tanzen, Musik zu hören und eine angenehme Zeit miteinander zu verbringen.

Auf dem Programm: eine Vielfalt an Tänzen für jeden Geschmack!

Ich habe drei Tänze ausgewählt, die Sie unbedingt erleben sollten und die Sie beim nächsten Tanztee in Villé entdecken können.

Erste Tanzschritte: der Walzer

Der Walzer ist ein langsamer, schwungvoller Tanz im Dreiertakt, der durch seine Eleganz und fließende Bewegung besticht. Obwohl er oft mit dem Wiener Walzer in Verbindung gebracht wird, gibt es ihn auch in anderen Varianten, wie beispielsweise dem Musette-Walzer, der in Frankreich sehr beliebt ist. 

Sein Name leitet sich vom deutschen Wort „Walzer“ ab, was so viel wie „sich im Kreis drehen“ bedeutet. Der Walzer entstand in den 1780er-Jahren in Wien und verbreitete sich von dort aus in ganz Europa. Anfänglich galt er als bäuerlicher Tanz, weniger formell als traditionelle Gruppentänze, doch sein einzigartiger Charme eroberte schnell die Salons und die eleganten Bälle. 

Der Wiener Walzer zeichnet sich durch seinen schnellen und eleganten Rhythmus aus, während der Musette-Walzer, gelassener und oft von einem Akkordeon begleitet, die Atmosphäre volkstümlicher französischer Tanzsäle heraufbeschwört. Auch heute noch ist der Walzer ein unverzichtbarer Tanz, der Tradition und Unbeschwertheit gleichermaßen symbolisiert.

Spazierengehen, zwischen Natürlichkeit und Eleganz

Als Nächstes: Gehen. Dieser einfache und leicht zugängliche Tanz, der in den 1960er-Jahren entstand, ist von einer alltäglichen Geste inspiriert, die jeder ausführen kann. Von Choreografen aufgegriffen, symbolisiert er das Streben nach Natürlichkeit und verkörpert die Essenz gewöhnlicher Bewegung, während er gleichzeitig eine neue Möglichkeit bietet, sich tänzerisch auszudrücken.

Tango: ein Tanz, der in den Vororten geboren wurde

Tango, sowohl Musik als auch Tanz, entstand Ende des 19. Jahrhunderts in der Region des Río de la Plata zwischen Buenos Aires und Montevideo. Er entwickelte sich in den Arbeitervierteln und erlebte dort seine Blütezeit. Mietshäuser, wo die arme Bevölkerung Argentiniens lebte. 

In seinen Anfängen wurde der Tango von Männern getanzt, bevor er sich zu einem ikonischen Paartanz entwickelte. Die wichtigsten Instrumente des Tangos sind Klavier, Violine und Bandoneon, die ihm seinen einzigartigen Charakter verleihen. Sein Rhythmus, oft im 2/4- oder 4/8-Takt gespielt, ist sofort erkennbar. 

Der Tango, entstanden aus afrikanischen Einflüssen und lokalen Traditionen, vereint Kulturen und Geschichten und bleibt dabei ein Tanz voller Charakter.

Gesellschaftstanz: Zwischen Tradition und Moderne

Gesellschaftstanz, wie wir ihn heute kennen, hat seinen Ursprung in den Tänzen und Bällen, die einst festliche Anlässe prägten. Obwohl sich der Begriff erst nach den 1950er Jahren weit verbreitete, bezeichnete er ursprünglich die traditionellen Tänze, die in diesem Rahmen aufgeführt wurden.

Im Laufe der Zeit haben sich Gesellschaftstänze zu Wettkampfsportarten entwickelt, bei denen Technik im Vordergrund steht und Turniere ausgetragen werden. Sie sind besonders bei Hochzeiten beliebt und verkörpern nach wie vor eine Mischung aus Tradition und Eleganz. Man kann sie grob in zwei Kategorien einteilen: Standardtänze wie Walzer und Tango sowie lateinamerikanische Tänze wie Samba und Cha-Cha-Cha.

Ein Termin, den man nicht verpassen sollte: der nächste Tanztee

Das MJC Le Vivarium in Villé lädt Sie zu seinem traditionellen Teetanz am 26. Januar 2025 von 14:30 Uhr bis 18:00 Uhr ein.

Die Veranstaltung findet in der Route de Bassemberg 53 statt und verspricht einen fröhlichen und geselligen Nachmittag, an dem jeder eine Vielzahl von Tänzen wie Walzer, Märsche, Tangos und viele andere Rhythmen genießen kann. Ob erfahrener Tänzer oder einfach nur Musikliebhaber – hier ist für jeden etwas dabei.